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SV Babelsberg 03Nulldrei, das Karli und neun Jahre Oberliga

4. Liga · Regionalliga Nordost Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Geschichte in Epochen

Nowawes und die Wurzeln

Am 1. Oktober 1903 gründeten sieben junge Männer aus Nowawes, dem heutigen Babelsberg, den Sport-Club Jugendkraft 1903. Zwei Jahre später entstand der Fußball-Club Fortuna 05, und am 15. Februar 1919 schlossen sich beide zum SV Nowawes 03 zusammen. Der Stadtteil war ein Industriestandort, viele Vereine standen der Arbeiterbewegung nahe.

Neun Jahre in der DDR-Oberliga

Nach dem Krieg wurden die früheren Rivalen in der BSG Rotation Babelsberg zusammengefasst, angegliedert an die Zeitung Märkische Volksstimme. Von 1949 bis 1958 spielte Babelsberg in der DDR-Oberliga. Regelmäßig kamen 10.000 Zuschauer und mehr auf die Traversen aus Holztribüne und Erdwällen; wenn der Platz nicht reichte, dienten die Bäume des benachbarten Parks als Logenplätze. Das letzte Oberligaspiel in der Babelsberger Geschichte fand im November 1958 gegen den SC Dynamo Berlin statt und endete 1:1.

Motor, Ausgliederung, Aufstieg

Als BSG Motor Babelsberg war der Verein danach überwiegend zweitklassig in der DDR-Liga. Am 10. Dezember 1991 wurde die Fußballsektion ausgegliedert und als Sportverein Babelsberg 03 aufgestellt. Der größte Erfolg der jüngeren Zeit gelang am 9. Juni 2001, als Babelsberg vor 14.700 Zuschauern gegen Fortuna Düsseldorf den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. 2010/11 spielte der Verein in der 3. Liga, seit 2013/14 in der Regionalliga Nordost.

Ligahistorie

Erfasst sind die Spielzeiten der DDR-Oberliga, teils unter den früheren Namen, sowie die Jahrgänge der 3. Liga und der Regionalliga Nordost. Die Zeit in der DDR-Liga wird nachgetragen.

1996/972026/27
2026/274. LigaRegionalliga Nordost
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/27Regionalliga Nordost4. Liga—laufend
2025/26Regionalliga Nordost4. Liga11laufend
2024/25Regionalliga Nordost4. Liga13
2023/24Regionalliga Nordost4. Liga5
2022/23Regionalliga Nordost4. Liga10
2021/22Regionalliga Nordost4. Liga11
2020/21Regionalliga Nordost4. Liga10
2019/20Regionalliga Nordost4. Liga16
2018/19Regionalliga Nordost4. Liga7
2017/18Regionalliga Nordost4. Liga5
2016/17Regionalliga Nordost4. Liga5
2015/16Regionalliga Nordost4. Liga6
2014/15Regionalliga Nordost4. Liga11
2013/14Regionalliga Nordost4. Liga14
2012/133. Liga3. Liga19
2011/123. Liga3. Liga17
2010/113. Liga3. Liga13
2009/10Regionalliga Nord4. Liga1
2008/09Regionalliga Nord4. Liga3
2007/08Regionalliga Nord3. Liga15
2006/07Oberliga Nordost4. Liga1
2005/06Oberliga Nordost4. Liga3
2004/05Oberliga Nordost4. Liga3
2003/04Oberliga Nordost4. Liga2
2002/03Regionalliga Nord3. Liga16
2001/022. Bundesliga2. Liga18
2000/01Regionalliga Nord3. Liga2
1999/00Regionalliga Nordost3. Liga5
1998/99Regionalliga Nordost3. Liga15
1997/98Regionalliga Nordost3. Liga14
1996/97Oberliga Nordost4. Liga1

Für 1 von 31 Spielzeiten ist die Abschlussplatzierung noch nicht belegt. Sie wird nachgetragen, nicht geschätzt.

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Karl-Liebknecht-Stadion

Das Karl-Liebknecht-Stadion, von allen Karli genannt, wurde im Juli 1976 mit einem Spiel zwischen Motor Babelsberg und der DDR-Olympiaauswahl eingeweiht, die wenige Wochen später in Montreal Gold gewann. Gebaut wurde es ab 1974 in Feierabendarbeit von Brigaden des Babelsberger Maschinenbaubetriebs, mit schwerer Technik der sowjetischen Armee bei den Rodungsarbeiten.

Heute fasst die Anlage rund 10.800 Plätze und ist damit das größte reine Fußballstadion Potsdams. Eine Besonderheit sind die klappbaren Flutlichtmasten, die wegen des benachbarten UNESCO-Welterbes eingebaut wurden. Seit 2003 betreibt der SV Babelsberg 03 das Stadion selbst. Es ist zugleich Heimspielstätte des 1. FFC Turbine Potsdam und war 2005 Schauplatz des Europapokalsiegs der Turbine-Frauen vor 8.677 Zuschauern.

Derbys und Rivalitäten

In der Regionalliga Nordost sind die Berliner Klubs die nächsten Gegner, allen voran der BFC Dynamo. Innerhalb Potsdams verbindet den Verein die gemeinsame Spielstätte mit dem 1. FFC Turbine Potsdam.

Häufige Fragen zum SV Babelsberg 03

Wann wurde der SV Babelsberg 03 gegründet?

Der heutige Verein am 10. Dezember 1991 durch Ausgliederung aus der BSG Motor Babelsberg. Die Wurzeln reichen bis zum Sport-Club Jugendkraft 1903 zurück.

War Babelsberg in der DDR-Oberliga?

Ja, von 1949 bis 1958, damals als BSG Rotation Babelsberg. Danach spielte der Verein überwiegend in der DDR-Liga.

Wie viele Zuschauer fasst das Karl-Liebknecht-Stadion?

Rund 10.800 Plätze. Es ist das größte reine Fußballstadion in Potsdam.

Warum hat das Stadion klappbare Flutlichtmasten?

Wegen des benachbarten UNESCO-Welterbes. Die Masten lassen sich umlegen, damit sie das geschützte Ensemble nicht dauerhaft überragen.

Wann spielte Babelsberg in der 2. Bundesliga?

Nach dem Aufstiegsspiel am 9. Juni 2001 gegen Fortuna Düsseldorf, das vor 14.700 Zuschauern im eigenen Stadion stattfand.

Was bedeutet Nulldrei?

Es ist der geläufige Kurzname des Vereins, abgeleitet aus der Jahreszahl 03 im Vereinsnamen.

Weitere Vereine der Regionalliga Nordost

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite Regionalliga Nordost

Quellen: SV Babelsberg 03 bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · SV Babelsberg 03, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · 50 Jahre Karli, Landeshauptstadt Potsdam (abgerufen 2026-09-04) · Karl-Liebknecht-Stadion, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04)

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Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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