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FC Rot-Weiß Erfurt: Geschichte und die Titel von 1954 und 1955

Ebene 4, Regionalliga Nordost

Der FC Rot-Weiß Erfurt entstand 1966 aus dem SC Turbine Erfurt. Als BSG Turbine gewann der Verein 1954 und 1955 zweimal hintereinander die DDR-Meisterschaft und war damit der erste Klub, dem das gelang. Heimspielstätte ist das Steigerwaldstadion.

Illustrierte Altstadttürme vor bewaldeter Höhe, Vereinsseite FC Rot-Weiß Erfurt
KI-generierte Illustration. Kein Bezug zu einem realen Bauwerk.

Geschichte in Epochen

Vom Kricket Club zum Gründungsmitglied des DFB

Die Erfurter Fußballgeschichte beginnt beim 1895 gegründeten Erfurter Kricket Club, der bereits 1896 in Sport-Club Erfurt 1895 umbenannt wurde. Der SC gehörte 1900 in Leipzig zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Fußball-Bundes, gewann zwischen 1903 und 1910 mehrfach die Gaumeisterschaft von Thüringen und 1909 die Mitteldeutsche Meisterschaft.

Turbine und die Namenskette der DDR

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in Erfurt die SG Erfurt-West, die 1949 zu Fortuna, 1950 zur BSG KWU und 1951 zur BSG Turbine wurde. Ende 1954 richtete die Sportvereinigung Turbine ihr Leistungszentrum in Erfurt ein, aus der Betriebssportgemeinschaft wurde der SC Turbine Erfurt. Am 26. Januar 1966 wurde die Fußballabteilung im Zuge der Neuordnung des DDR-Fußballs als FC Rot-Weiß Erfurt eigenständig; dabei schlossen sich die Fußballabteilungen des SC Turbine und der BSG Optima zusammen.

Zwei Titel in Folge

Dem Durchbruch gingen drei verlorene Endspiele voraus. Das dritte, am 20. Mai 1951 im Chemnitzer Ernst-Thälmann-Stadion vor 60.000 Zuschauern, endete mit einer 0:2-Niederlage gegen Chemie Leipzig. Unter Trainer Hans Carl gelang dann 1954 der erste Meistertitel, gefeiert nach einem 2:0 über Wismut Aue vor über 40.000 Zuschauern im damaligen Georgij-Dimitroff-Stadion. 1955 folgte der zweite. Turbine Erfurt war damit der erste Verein, der die DDR-Meisterschaft zweimal hintereinander gewann.

Nach den Titeljahren

Der höchste Zuschauerschnitt der Vereinsgeschichte fiel in die Saison 1953/54 mit durchschnittlich 22.714 Besuchern. In den sechziger und siebziger Jahren pendelte er sich bei etwa 11.000 ein, ab Mitte der achtziger Jahre gingen die Zahlen zurück. Nach der Wende folgten Jahre zwischen Zweit-, Dritt- und Viertklassigkeit. 2022/23 gewann der Verein die Oberliga Süd und kehrte in die Regionalliga Nordost zurück.

Ligahistorie

Erfasst sind die Spielzeiten der DDR-Oberliga von 1949 an, teils unter den früheren Namen BSG und SC Turbine Erfurt, sowie die Jahrgänge der Regionalliga Nordost. Die Zeit zwischen 1991 und 2012 wird nachgetragen.

1. Liga2. Liga3. LigaRegionalligaOberliga19502026
Ligazugehörigkeit aus dem Datenbestand des Ligaarchivs. Stand 6. September 2026.
Ebene 1Ebene 2Ebene 3Ebene 4Ebene 5

Im Ligaarchiv sind für FC Rot-Weiß Erfurt seit 1947 32 Saisons auf Ebene 1, 1 Saison auf Ebene 2, 9 Saisons auf Ebene 3, 7 Saisons auf Ebene 4 erfasst. Die jüngste erfasste erstklassige Spielzeit war 1990/91. Aktuell wird die Saison 2026/27 in der Regionalliga Nordost geführt. Erfasst sind Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, die Regionalligastaffeln und die Ligen des DDR-Fußballs; Landes- und Verbandsligen werden nachgetragen.

Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaEbenePlatzEreignis
2026/27Regionalliga Nordost4laufend
2025/26Regionalliga Nordost45
2024/25Regionalliga Nordost43
2023/24Regionalliga Nordost413
2022/23Regionalliga Nordost43
2019/20Regionalliga Nordost418
2018/19Regionalliga Nordost45
2017/183. Liga320
2016/173. Liga314
2015/163. Liga38
2014/153. Liga312
2013/143. Liga310
2012/133. Liga313
2011/123. Liga35
2010/113. Liga35
2009/103. Liga39
2004/052. Bundesliga218
1990/91DDR-Oberliga13
1989/90DDR-Oberliga111
1988/89DDR-Oberliga112
1987/88DDR-Oberliga112
1986/87DDR-Oberliga17
1985/86DDR-Oberliga110
1984/85DDR-Oberliga16
1983/84DDR-Oberliga17
1982/83DDR-Oberliga15
1981/82DDR-Oberliga17
1980/81DDR-Oberliga17
1979/80DDR-Oberliga112
1978/79DDR-Oberliga17
1977/78DDR-Oberliga19
1976/77DDR-Oberliga16
1975/76DDR-Oberliga17
1974/75DDR-Oberliga19
1973/74DDR-Oberliga112
1972/73DDR-Oberliga112
1970/71DDR-Oberliga113
1969/70DDR-Oberliga19
1968/69DDR-Oberliga18
1967/68DDR-Oberliga19
1965/66DDR-Oberliga113
1963/64DDR-Oberliga114
1962/63DDR-Oberliga18
1961/62DDR-Oberliga110
1954/55DDR-Oberliga11
1953/54DDR-Oberliga11
1952/53DDR-Oberliga17
1951/52DDR-Oberliga18
1950/51DDR-Oberliga12

Für 1 von 49 Spielzeiten ist die Abschlussplatzierung noch nicht belegt. Sie wird nachgetragen, nicht geschätzt.

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Erfolge

WettbewerbAnzahl
DDR-Meisterschaft2
Endspiel- und Finalteilnahmen ohne Titel3

Beide Meistertitel wurden als BSG Turbine Erfurt gewonnen. Weil die Vereinslinie über die Umbenennungen hinweg durchgehend ist, gehen sie vollständig in den Traditionsindex ein.

Steigerwaldstadion

Die Spielstätte am Steigerwald trug zu DDR-Zeiten den Namen Georgij-Dimitroff-Stadion und war Schauplatz der Meisterfeiern von 1954 und 1955, damals vor mehr als 40.000 Zuschauern. Nach dem Umbau ist die Kapazität deutlich kleiner; die Angaben liegen je nach Quelle bei rund 18.600 Plätzen. Das Ligaarchiv trägt den belegten Wert nach, sobald er aus der Angabe des Betreibers vorliegt.

Derbys und Rivalitäten

Das Thüringer Derby gegen den FC Carl Zeiss Jena ist die prägende Rivalität. Sie verschärfte sich in der DDR-Zeit, als Leistungsträger wie Rüdiger Schnuphase und Lutz Lindemann nach Jena delegiert wurden. In der Regionalliga Nordost kommen die Begegnungen mit den sächsischen Klubs hinzu.

Häufige Fragen zum FC Rot-Weiß Erfurt

Wann wurde der FC Rot-Weiß Erfurt gegründet?

Am 26. Januar 1966 als eigenständiger Fußballclub. Die Vereinslinie reicht über SC Turbine und BSG Turbine bis zum Erfurter Kricket Club von 1895 zurück.

War Erfurt DDR-Meister?

Ja, zweimal: 1954 und 1955, damals als BSG Turbine Erfurt. Es war der erste Verein, dem zwei Titel in Folge gelangen.

In welchem Stadion spielt Rot-Weiß Erfurt?

Im Steigerwaldstadion, das zu DDR-Zeiten Georgij-Dimitroff-Stadion hieß.

Wer ist der Rivale von Rot-Weiß Erfurt?

Der FC Carl Zeiss Jena im Thüringer Derby.

Wie viele Zuschauer kamen in der besten Zeit?

In der Saison 1953/54 im Schnitt 22.714, der höchste Wert der Vereinsgeschichte.

Wann kehrte Erfurt in die Regionalliga zurück?

Nach dem Gewinn der Oberliga Süd in der Saison 2022/23.

Welche Vereinsfarben hat Rot-Weiß Erfurt?

Rot und Weiß, wie der Vereinsname anzeigt.

Weitere Vereine der Regionalliga Nordost

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite Regionalliga Nordost

Quellen: FC Rot-Weiß Erfurt bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · FC Rot-Weiß Erfurt, Wikipedia (abgerufen 2026-09-04) · Erfurter Fußballgeschichte im Überblick, rwe1966.de (abgerufen 2026-09-04) · FC Rot Weiss Erfurt, erfurt-web.de (abgerufen 2026-09-04)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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HN

Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

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