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WildparkstadionVon freiwilligen Helfern angelegt, für 143 Millionen neu gebaut

33.180 Plätze Von Ariane Nagel · geprüft am 11. 9. 2026

Kurz gesagt

Das Wildparkstadion geht auf ein Areal zurück, das die Stadt Karlsruhe 1921 verpachtete und freiwillige Helfer herrichteten. Der Neubau von 2018 bis 2023 kostete rund 143 Millionen Euro.

Ein Pachtvertrag über fünfzig Jahre

Der FC Phönix hatte nach seiner Gründung 1894 dauerhaft Platzprobleme. Am 19. August 1921 überließ die Stadt Karlsruhe dem Verein für zunächst fünfzig Jahre pachtweise ein Areal im Hardtwald.

Noch im Herbst begann die Abholzung; im März 1922 legten freiwillige Helfer die Sportplätze an. Fertiggestellt umfasste das Gelände drei Fußball- und zwei Tennisplätze, eine 400-Meter-Bahn sowie Wurf- und Sprunganlagen. 1923 waren die Anlagen am Wildpark fertig — der Vorläufer des heutigen Stadions.

Damit gehört Karlsruhe in die Gruppe der durch Arbeitskraft entstandenen Anlagen, neben dem Zentralstadion Leipzig, dem Sportforum Hohenschönhausen und dem Stadion An der Alten Försterei.

Ein Stadion für 50.000

Nach der Fusion von 1952 brauchte der neue Verein eine größere Spielstätte. Die Stadt sagte sie zu und nahm den Ausbau in Angriff — geplant für 50.000 Zuschauer. Nach Plänen des Architekten Erich Schelling entstand am Platz des Phönixstadions das neue Wildparkstadion, eröffnet am 7. August 1955.

In den ersten drei Jahren nach der Fusion spielte der Karlsruher SC deshalb in der Honsellstraße in Mühlburg.

Sechs Länderspiele, sechs Siege

Bis in die siebziger Jahre war die deutsche Nationalmannschaft regelmäßig zu Gast; 1993 kehrte sie noch einmal zurück. Alle sechs Länderspiele im Wildparkstadion gewann die deutsche Mannschaft. 2006 absolvierte die Frauennationalmannschaft hier ihr bislang einziges Spiel.

Das bekannteste Vereinsspiel bleibt das 7:0 gegen den FC Valencia am 2. November 1993 im UEFA-Pokal.

Fünf Jahre Neubau

Nach Modernisierungen 1978, 1986 und 1991 bis 1993 folgte ab November 2018 der vollständige Neubau, abgeschlossen 2023. Die Kosten lagen bei rund 143 Millionen Euro.

Gebaut wurde am selben Ort — wie in Offenbach und Dresden, anders als in Zwickau, wo der Standort aufgegeben wurde.

Eröffnet wurde am 19. Juli 2023 mit einem Testspiel gegen den FC Liverpool, das der KSC mit 2:4 verlor.

Kapazität

  • 50.000 als Planungsziel für den Bau von 1955
  • 33.180 nach dem Neubau, in mehreren Verzeichnissen
  • rund 34.000 nach Angabe der Stadt

Eigentümerin ist die Stadt Karlsruhe; betrieben wird die Anlage von einem städtischen Eigenbetrieb. Damit unterscheidet sich Karlsruhe von den vereinseigenen Stadien in Hamburg-St. Pauli, Gelsenkirchen und Sandhausen.

Häufige Fragen zum Wildparkstadion

Wie viele Zuschauer fasst das Wildparkstadion?

33.180 nach mehreren Verzeichnissen, rund 34.000 nach Angabe der Stadt.

Wann wurde das Stadion eröffnet?

Am 7. August 1955, nach Plänen von Erich Schelling. Der Vorläufer am selben Ort stammt von 1923.

Was kostete der Neubau?

Rund 143 Millionen Euro, gebaut zwischen November 2018 und 2023.

Womit wurde das neue Stadion eröffnet?

Mit einem Testspiel gegen den FC Liverpool am 19. Juli 2023, das der KSC mit 2:4 verlor.

Wie entstand die Sportanlage im Hardtwald?

1921 verpachtete die Stadt dem FC Phönix ein Areal; ab März 1922 legten freiwillige Helfer die Plätze an.

Wie oft spielte die Nationalmannschaft hier?

Sechsmal — und gewann alle sechs Spiele. Dazu kommt ein Spiel der Frauennationalmannschaft 2006.

Wem gehört das Stadion?

Der Stadt Karlsruhe, betrieben von einem städtischen Eigenbetrieb.

Quellen: Wildparkstadion bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Geschichte, ksc.de (abgerufen 2026-09-11) · Von 1955 bis heute, ka-news.de (abgerufen 2026-09-11) · Wildparkstadion, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix, Stadtlexikon Karlsruhe (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

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Stadien und Spielstätten

Ariane Nagel

Verantwortet die Stadionseiten des Ligaarchivs, von der Bau- und Umbenennungsgeschichte bis zu den Kapazitätsvergleichen der Ebenen 4 und 5. Hat keinen Lieblingsverein und übernimmt deshalb im Ligaarchiv die Gegenlesung überall dort, wo eine Kollegin oder ein Kollege eine Vereinsbindung hat.

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