Ligen / Regionalliga Nordost / Mecklenburg-Vorpommern
TSG Neustrelitz: Vereinsdaten und Ligahistorie
TSG Neustrelitz, gegründet 1949 in Neustrelitz, spielt in der Regionalliga Nordost. Im Ligaarchiv sind 18 Spielzeiten mit Abschlussplatzierung und Quelle erfasst.
Sechs Vereinsnamen in hundert Jahren
Die Vorgeschichte ist verwickelt und typisch für eine Kleinstadt, in der sich Vereine mehrfach auflösten und neu zusammenfanden:
- 1919 Gründung eines Neustrelitzer Fußball-Clubs, der sich nach Aufnahme weiterer Sportarten in Neustrelitzer Sportverein umbenennt
- 1924 Auflösung; die Fußballer gründen den Ballspiel-Verein 1919 Neustrelitz
- 1925 entsteht der SV Viktoria Neustrelitz, der bald mit dem BV fusioniert
- 1931 Fusion mit Corso Strelitz zur Sportgemeinschaft Corso Viktoria Neustrelitz
- 1945 Verbot und Auflösung nach Kriegsende
- 1949 Neugründung als BSG Konsum, kurz darauf BSG Empor Neustrelitz; 1975 Umbenennung in TSG Neustrelitz
Der heutige Verein wurde am 20. Juni 1990 gegründet. Das Ligaarchiv behandelt diese Kette nach seiner Erbfallregel: Die Neugründung nach der Wende führt die Tradition fort, die Zäsur von 1945 ist benannt.
Der Aufstieg 2014
1991 stieg die TSG in die damals viertklassige Verbandsliga auf, 1996 folgte nach einem Abstieg der Durchmarsch von der Landesliga über die Verbandsliga in die Oberliga Nordost. 2012 gelang der Aufstieg in die neu geschaffene Regionalliga Nordost.
Der größte Erfolg fiel in die Saison 2013/14: Bereits im zweiten Regionalligajahr wurde die TSG unter dem früheren Bundesligaprofi Thomas Brdarić Meister — mit zwölf Punkten Vorsprung. In der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga scheiterte sie an der zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05.
Ein Klassenerhalt durch fremde Rückzüge
2016/17 war die Mannschaft sportlich abgestiegen — und blieb dennoch in der Regionalliga, weil sich mit der zweiten Mannschaft von RB Leipzig und dem FC Schönberg 95 zwei andere Klubs zurückzogen. Der Abstieg folgte ein Jahr später.
Im Ligaarchiv ist das die dritte Variante eines Musters: Beim FC Augsburg kostete ein verweigerter Lizenzantrag die Spielklasse, beim SC Paderborn 07 rettete der verweigerte Antrag eines anderen den Verein — hier waren es freiwillige Rückzüge.
Drei Landespokalsiege und vier DFB-Pokalspiele
2007, 2008 und 2013 gewann die TSG den Mecklenburg-Vorpommern-Pokal und qualifizierte sich damit jeweils für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. 2022 kam ein vierter Titel dazu, im Finale gegen den Greifswalder FC vor heimischer Kulisse.
Im DFB-Pokal traf der Verein auf den Karlsruher SC (2007 und 2022), den TSV 1860 München (2008) und den SC Freiburg (2013). Alle vier Partien fanden im Parkstadion statt.
Ligahistorie
Erfasst sind die Spielzeiten der Regionalliga Nordost, jeweils mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberliga- und Verbandsligajahre werden nachgetragen.
Im Ligaarchiv sind für TSG Neustrelitz seit 1947 19 Saisons auf Ebene 4 erfasst. Die jüngste erfasste Spielzeit ist 2017/18 in der Regionalliga Nordost; spätere Jahrgänge werden nachgetragen. Erfasst sind Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, die Regionalligastaffeln und die Ligen des DDR-Fußballs; Landes- und Verbandsligen werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Ebene | Platz |
|---|---|---|---|
| 2017/18 | Regionalliga Nordost | 4 | 17 |
| 2016/17 | Regionalliga Nordost | 4 | 18 |
| 2015/16 | Regionalliga Nordost | 4 | 8 |
| 2014/15 | Regionalliga Nordost | 4 | 8 |
| 2013/14 | Regionalliga Nordost | 4 | 1 |
| 2012/13 | Regionalliga Nordost | 4 | 8 |
| 2011/12 | Oberliga Nordost | 4 | 4 |
| 2010/11 | Oberliga Nordost | 4 | 4 |
| 2009/10 | Oberliga Nordost | 4 | 6 |
| 2008/09 | Oberliga Nordost | 4 | 4 |
| 2007/08 | Oberliga Nordost | 4 | 10 |
| 2006/07 | Oberliga Nordost | 4 | 13 |
| 2005/06 | Oberliga Nordost | 4 | 14 |
| 2004/05 | Oberliga Nordost | 4 | 13 |
| 2003/04 | Oberliga Nordost | 4 | 10 |
| 2002/03 | Oberliga Nordost | 4 | 13 |
| 1999/00 | Oberliga Nordost | 4 | 16 |
| 1998/99 | Oberliga Nordost | 4 | 14 |
| 1997/98 | Oberliga Nordost | 4 | 11 |
Ein Verein mit 500 Mitgliedern
Die TSG hatte 2024 rund 500 Mitglieder und umfasst neben dem Fußball die Abteilungen Schach und Gymnastik. Ihr stehen die städtischen Sportstätten zur Verfügung, darunter das Parkstadion, dessen Fassungsvermögen je nach Quelle mit 5.000, 6.000 oder 7.000 Plätzen angegeben wird, davon rund 700 Sitzplätze. Zu DDR-Zeiten hieß es Stadion der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft.
Das Maskottchen heißt seit Oktober 2013 Mecki und stellt einen blauen Mecklenburger Stier dar.
Häufige Fragen zur TSG Neustrelitz
Was war der größte Erfolg der TSG Neustrelitz?
Die Meisterschaft der Regionalliga Nordost 2013/14 mit zwölf Punkten Vorsprung, unter Trainer Thomas Brdarić.
Wann wurde der Verein gegründet?
Der heutige Verein am 20. Juni 1990. Die Wurzeln reichen bis 1919 zurück, unterbrochen durch Auflösung 1924 und Verbot 1945.
Warum blieb die TSG 2017 trotz Abstiegs in der Regionalliga?
Weil sich mit der zweiten Mannschaft von RB Leipzig und dem FC Schönberg 95 zwei andere Vereine zurückzogen.
Wie oft gewann die TSG den Landespokal?
Viermal: 2007, 2008, 2013 und 2022.
Gegen wen spielte die TSG im DFB-Pokal?
Gegen den Karlsruher SC 2007 und 2022, den TSV 1860 München 2008 und den SC Freiburg 2013.
Wie viele Zuschauer fasst das Parkstadion?
Je nach Quelle 5.000, 6.000 oder 7.000 Plätze, davon rund 700 Sitzplätze.
Wie viele Mitglieder hat der Verein?
Rund 500 im Jahr 2024.
Weitere Vereine der Regionalliga Nordost
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- FC Carl Zeiss Jena
- FC Erzgebirge Aue
- BFC Dynamo
- FSV Zwickau
- Chemnitzer FC
- FC Rot-Weiß Erfurt
- VFC Plauen
- SV Babelsberg 03
- Berliner AK 07
- FC Viktoria 1889 Berlin
- VfB Germania Halberstadt
- FSV Optik Rathenow
- SV Tasmania Berlin
- FC Oberlausitz Neugersdorf
- ZFC Meuselwitz
- 1. FC Lokomotive Leipzig
- BSG Chemie Leipzig
- Hertha BSC II
- RB Leipzig II
- Torgelower FC Greif
Zur Staffelseite Regionalliga Nordost
Quellen: TSG Neustrelitz bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Saisondaten aus den Ligaartikeln der Wikipedia (abgerufen 2026-09-04)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.