Ligen / Regionalliga Nordost / Thüringen
ZFC Meuselwitz: Vereinsdaten und Ligahistorie
ZFC Meuselwitz, gegründet 1948 in Meuselwitz, spielt in der Regionalliga Nordost. Im Ligaarchiv sind 14 Spielzeiten mit Abschlussplatzierung und Quelle erfasst.
Ein Verein des Braunkohlewerks
Die Ursprünge gehen auf den Verein Sportlust Zipsendorf zurück. Beim Gründungsjahr widersprechen sich die Quellen: Genannt werden 1900 und 1919, teils auch 1948. Das Ligaarchiv nennt die Spannweite, statt eine Zahl auszuwählen. Überregional trat der Verein bis 1945 nicht in Erscheinung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in der sowjetischen Besatzungszone alle Sportvereine aufgelöst. Den Sportbetrieb setzte Ende der vierziger Jahre die BSG Aktivist Zipsendorf als Betriebssportgemeinschaft des Zipsendorfer Braunkohlewerkes fort — ein Verein, der unmittelbar aus dem Bergbau kam.
Damit steht der ZFC im Ligaarchiv neben Erzgebirge Aue, dessen Stadion von der SDAG Wismut getragen wurde, und dem FC Schalke 04, dessen Glückauf-Kampfbahn den Gruß der Bergleute im Namen trug.
Erfolge der fünfziger Jahre und ein aufgelöster Wettbewerb
1954, 1955 und 1956 gewann die Sektion Fußball die Altenburger Kreismeisterschaft; der letzte Titel brachte den Aufstieg in die fünftklassige Bezirksklasse Leipzig. Dort hielt sich die Mannschaft bis 1959.
Das Ende dieser Etappe ist bemerkenswert: Ein sechster Platz bedeutete den Abstieg — weil die Bezirksklasse aufgelöst wurde. Nicht die Platzierung entschied, sondern die Ligareform.
Vier Namen, zwei Ausgliederungen
1976 wurde die BSG nach der Eingemeindung von Zipsendorf in Aktivist Meuselwitz umbenannt. 1990 formierte sie sich zum Bergbausportverein Meuselwitz, 1991 gliederte sich die Fußballabteilung aus und gründete den Zipsendorfer Fußballverein. Seit dem Sommer 1994 lautet der Name Zipsendorfer Fußballclub Meuselwitz.
Ein Detail aus der DDR-Zeit erklärt die lange Bedeutungslosigkeit: Nach einem Beschluss von oben gab es beim Verein keinen Nachwuchsfußball. Das änderte sich erst ab 1991 grundlegend.
Vier Aufstiege in Folge
1994, 1995, 1996 und 1997 stieg der Verein jeweils in die nächsthöhere Spielklasse auf — vier Aufstiege in vier Jahren, von der Kreisliga Altenburg bis in die Thüringenliga. Dort beendete er die Spielzeiten durchgehend auf einstelligen Rängen.
2004 folgte der Aufstieg in die Oberliga, 2008 beziehungsweise 2009 der in die Regionalliga. Die Saison 2025/26 schloss der ZFC auf Rang sechzehn der Regionalliga Nordost ab und spielt seither in der Oberliga Süd.
Neben dem Fußball bestehen im Verein eine Cheerleading- und eine Kegelabteilung.
Ligahistorie
Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum.
Im Ligaarchiv sind für ZFC Meuselwitz seit 1947 14 Saisons auf Ebene 4 erfasst. Aktuell wird die Saison 2025/26 in der Regionalliga Nordost geführt. Erfasst sind Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, die Regionalligastaffeln und die Ligen des DDR-Fußballs; Landes- und Verbandsligen werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Ebene | Platz |
|---|---|---|---|
| 2025/26 | Regionalliga Nordost | 4 | 16 |
| 2024/25 | Regionalliga Nordost | 4 | 11 |
| 2023/24 | Regionalliga Nordost | 4 | 11 |
| 2022/23 | Regionalliga Nordost | 4 | 15 |
| 2021/22 | Regionalliga Nordost | 4 | 14 |
| 2020/21 | Regionalliga Nordost | 4 | 17 |
| 2019/20 | Regionalliga Nordost | 4 | 10 |
| 2018/19 | Regionalliga Nordost | 4 | 10 |
| 2017/18 | Regionalliga Nordost | 4 | 10 |
| 2016/17 | Regionalliga Nordost | 4 | 14 |
| 2015/16 | Regionalliga Nordost | 4 | 14 |
| 2014/15 | Regionalliga Nordost | 4 | 14 |
| 2013/14 | Regionalliga Nordost | 4 | 10 |
| 2012/13 | Regionalliga Nordost | 4 | 7 |
Das Stadion
Heimspielstätte ist die Arena in Meuselwitz, die 1952 oder 1953 als Stadion Glaserkuppe eröffnet wurde. Sie fasst 5.260 Zuschauer; für das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln im August 2010 wurde sie eigens auf 9.018 Plätze aufgestockt und war ausverkauft.
Häufige Fragen zum ZFC Meuselwitz
Wann wurde der ZFC Meuselwitz gegründet?
Die Quellen nennen 1900, 1919 oder 1948 für den Vorläufer Sportlust Zipsendorf. Den heutigen Namen trägt der Verein seit dem Sommer 1994.
Woher stammt der Verein?
Aus der Betriebssportgemeinschaft des Zipsendorfer Braunkohlewerkes, die den Sportbetrieb nach 1945 fortsetzte.
Was waren die vier Aufstiege in Folge?
1994, 1995, 1996 und 1997 stieg der Verein jeweils eine Klasse auf, von der Kreisliga bis in die Thüringenliga.
Warum stieg die Mannschaft 1959 ab?
Ein sechster Platz genügte nicht, weil die Bezirksklasse Leipzig aufgelöst wurde.
Warum gab es keinen Nachwuchsfußball?
Zu DDR-Zeiten existierte er nach einem Beschluss von oben nicht. Erst ab 1991 wurde eine Nachwuchsabteilung aufgebaut.
Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?
5.260 Plätze. Für das Pokalspiel gegen den 1. FC Köln 2010 wurde auf 9.018 aufgestockt.
Welche Abteilungen hat der Verein?
Neben dem Fußball eine Cheerleading- und eine Kegelabteilung.
Weitere Vereine der Regionalliga Nordost
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- FC Carl Zeiss Jena
- FC Erzgebirge Aue
- BFC Dynamo
- FSV Zwickau
- Chemnitzer FC
- FC Rot-Weiß Erfurt
- VFC Plauen
- SV Babelsberg 03
- Berliner AK 07
- FC Viktoria 1889 Berlin
- VfB Germania Halberstadt
- FSV Optik Rathenow
- SV Tasmania Berlin
- FC Oberlausitz Neugersdorf
- 1. FC Lokomotive Leipzig
- TSG Neustrelitz
- BSG Chemie Leipzig
- Hertha BSC II
- RB Leipzig II
- Torgelower FC Greif
Zur Staffelseite Regionalliga Nordost
Quellen: ZFC Meuselwitz bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-04) · Saisondaten aus den Ligaartikeln der Wikipedia (abgerufen 2026-09-04)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.