Gegründet 1963, benannt 1966
Der Verein entstand 1963 als SC Cottbus und wurde 1966 in BSG Energie Cottbus umbenannt. 1990 wurde die Betriebssportgemeinschaft aufgelöst und der Verein trägt seither den Namen FC Energie Cottbus. Die Vereinsfarben sind seit der Gründung Rot und Weiß.
Die Vorgeschichte reicht weiter: Die Spieler des SC Aktivist Brieske-Senftenberg, der in den fünfziger Jahren in der DDR-Oberliga spielte, schlossen sich 1963 dem neuen Sportclub in Cottbus an. Die Reservemannschaft blieb zurück und bildete eine eigene Betriebssportgemeinschaft, aus der ein bis heute bestehender Verein hervorging.
Siebenundfünfzig Spiele ohne Niederlage
Die Saison 1996/97 ist die außergewöhnlichste der Vereinsgeschichte. Energie blieb in 57 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage und beendete die Regionalliga als Tabellenerster mit 82 Punkten. In zwei Aufstiegsspielen setzte sich die Mannschaft gegen den Ex-Bundesligisten Hannover 96 durch.
Als Regionalligist ins Pokalfinale
Eine Woche nach dem Aufstieg stand Energie im Endspiel um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion — als erster Regionalligist überhaupt.
Auf dem Weg dorthin lag ein Halbfinale, das man sich merkt: Beim 3:0 gegen den Karlsruher SC musste am Nachmittag wegen eines Schneesturms das Flutlicht angeschaltet werden. Das Endspiel ging mit 0:2 gegen den VfB Stuttgart verloren.
Im Ligaarchiv steht dieser Lauf neben Arminia Bielefeld, das 2025 als erster Drittligist seit 2001 das Finale erreichte — beide Male scheiterte die Mannschaft aus der unteren Liga am VfB Stuttgart.
Elf Ausländer in der Startelf
Von 2000 bis 2003 und von 2006 bis 2009 spielte Energie Cottbus in der Bundesliga. In diese Zeit fällt ein Vorgang, der Ligageschichte schrieb: Am 6. April 2001 schickte Trainer Eduard Geyer beim 0:0 gegen den VfL Wolfsburg erstmals in der Bundesligageschichte eine Startelf mit elf Ausländern auf den Rasen.
Der Hintergrund war wirtschaftlich. Die Lausitz war keine Region, in der Geld für Ablösesummen zur Verfügung stand; der Verein suchte andere Lösungen.
Ligahistorie
Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Insgesamt kommen elf Zweitligaspielzeiten zwischen 1997 und 2014 zusammen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 9 | laufend |
| 2025/26 | 3. Liga | 3. Liga | 2 | |
| 2024/25 | 3. Liga | 3. Liga | 4 | |
| 2023/24 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 1 | |
| 2022/23 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 1 | |
| 2021/22 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 3 | |
| 2020/21 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 8 | |
| 2018/19 | 3. Liga | 3. Liga | 17 | |
| 2017/18 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 1 | |
| 2016/17 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 2 | |
| 2015/16 | 3. Liga | 3. Liga | 19 | |
| 2014/15 | 3. Liga | 3. Liga | 7 | |
| 2013/14 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 18 | |
| 2012/13 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 8 | |
| 2011/12 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 14 | |
| 2010/11 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 6 | |
| 2009/10 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 9 | |
| 2008/09 | Bundesliga | 1. Liga | 16 | Abstieg |
| 2007/08 | Bundesliga | 1. Liga | 14 | |
| 2006/07 | Bundesliga | 1. Liga | 13 | |
| 2005/06 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 3 | Aufstieg |
| 2004/05 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 14 | |
| 2003/04 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 4 | |
| 2002/03 | Bundesliga | 1. Liga | 18 | |
| 2001/02 | Bundesliga | 1. Liga | 13 | |
| 2000/01 | Bundesliga | 1. Liga | 14 | |
| 1999/00 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 3 | |
| 1998/99 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 11 | |
| 1997/98 | 2. Bundesliga | 2. Liga | 8 | |
| 1996/97 | Regionalliga Nordost | 3. Liga | 1 | |
| 1995/96 | Regionalliga Nordost | 3. Liga | 3 | |
| 1994/95 | Regionalliga Nordost | 3. Liga | 7 |
Der lange Weg zurück
2014 stieg der Verein in die 3. Liga ab, 2016 in die Regionalliga. Auf den Aufstieg 2017/18 folgte der direkte Wiederabstieg. Seit 2024/25 spielte Energie wieder drittklassig — und stieg 2026 als Zweiter in die 2. Bundesliga auf.
Heimspielstätte ist das Stadion der Freundschaft an der Spree.
Häufige Fragen zu Energie Cottbus
Wann wurde Energie Cottbus gegründet?
1963 als SC Cottbus, 1966 umbenannt in BSG Energie Cottbus. Den heutigen Namen trägt der Verein seit 1990.
Was war 1996/97 besonders?
Energie blieb in 57 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage und wurde mit 82 Punkten Tabellenerster.
Welcher Regionalligist stand im Pokalfinale?
Energie Cottbus 1997 — als erster überhaupt. Das Endspiel ging 0:2 gegen den VfB Stuttgart verloren.
Was geschah im Halbfinale 1997?
Beim 3:0 gegen den Karlsruher SC musste wegen eines Schneesturms am Nachmittag das Flutlicht eingeschaltet werden.
Wann spielte Cottbus mit elf Ausländern?
Am 6. April 2001 gegen den VfL Wolfsburg — erstmals in der Bundesligageschichte.
Wann spielte Energie in der Bundesliga?
Von 2000 bis 2003 und von 2006 bis 2009.
Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?
22.528 Plätze, davon 10.949 Sitzplätze.
Weitere Vereine der 2. Bundesliga
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- 1. FC Nürnberg
- 1. FC Kaiserslautern
- Hertha BSC
- Hannover 96
- Karlsruher SC
- Eintracht Braunschweig
- SpVgg Greuther Fürth
- VfL Wolfsburg
- VfL Bochum
- Arminia Bielefeld
- FC St. Pauli
- Holstein Kiel
- SV Darmstadt 98
- VfL Osnabrück
- SG Dynamo Dresden
- 1. FC Magdeburg
- 1. FC Heidenheim 1846
Zur Staffelseite 2. Bundesliga
Duelle des Vereins
Quellen: Energie Cottbus bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · Energie Cottbus, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Energie Cottbus und 50 verrückte Jahre, weltfussball.de (abgerufen 2026-09-11) · Energie Cottbus, CottbusWiki (abgerufen 2026-09-11) · FC Energie Cottbus, Stadt Cottbus (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.