Ligaarchiv

Ligen / 2. Bundesliga / Baden-Württemberg

1. FC HeidenheimVon der vierten Liga nach Europa, ohne Mäzen

2. Liga · 2. Bundesliga Von Hannes Nagel · geprüft am 2. 10. 2026

Abgespalten 2007, gegründet 1846

Die Jahreszahl im Vereinsnamen führt weit zurück: 1846 verweist auf den Ursprung des Turnvereins, aus dem der Heidenheimer Sportbund hervorging. Der heutige Verein entstand allerdings erst 2007 durch die Abspaltung der Fußballabteilung des Sportbunds als 1. Fußballclub Heidenheim 1846.

Im Ligaarchiv ist das dieselbe Konstruktion wie beim FC Oberlausitz Neugersdorf, wo sich die Fußballabteilung 1992 herauslöste, und bei der TSG Neustrelitz. Der Unterschied liegt in dem, was danach geschah.

Vier Ligen in sechzehn Jahren

Zum Zeitpunkt der Abspaltung spielte die Mannschaft in der Oberliga Baden-Württemberg, damals vierthöchste Spielklasse. Was folgte:

  • 2008/09 Aufstieg in die 3. Liga
  • 2013/14 Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 2022/23 Aufstieg in die Bundesliga
  • 2023/24 achter Platz in der ersten Bundesligasaison und Qualifikation für die UEFA Conference League

Die Konstellation ist bemerkenswert: Einen Mäzen gibt es beim 1. FC Heidenheim nicht. Das unterscheidet den Aufstieg von den Fällen Hoffenheim und RB Leipzig, deren Wege im Ligaarchiv ebenfalls verzeichnet sind.

Ein Trainer seit 2007

Der zentrale Name ist Frank Schmidt, geboren in Heidenheim an der Brenz. Er beendete 2007 beim Heidenheimer SB seine Spielerlaufbahn und übernahm im selben Jahr das Traineramt beim Nachfolgeverein — und führte die Mannschaft von der vierten Liga bis in die Bundesliga.

2023 wurde er dienstältester Trainer in der Geschichte des deutschen Fußballs. Im Ligaarchiv ist das der längste dokumentierte Amtszeitraum eines Trainers bei einem Verein.

Neben ihm steht Holger Sanwald, seit den Anfängen Vorstandsvorsitzender und seit Ende 2017 Mitglied des DFB-Vorstands. Über den eigenen Weg sagte er: Er wundere sich noch immer über den Aufstieg, das alles sei nie sein Ziel gewesen.

Ligahistorie

Erfasst sind die belegten Spielzeiten mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberligajahre werden nachgetragen.

2008/092026/27
2026/272. Liga2. Bundesliga, Platz 5
Eine Säule je erfasster Spielzeit, je höher, desto höher die Liga. Lücken sind noch nicht belegte Jahre.
Ligazugehörigkeit Saison für Saison, erzeugt aus dem Datenbestand des Ligaarchivs.
SaisonLigaStufePlatzEreignis
2026/272. Bundesliga2. Liga5laufend
2025/26Bundesliga1. Liga17Abstieg
2024/25Bundesliga1. Liga16
2023/24Bundesliga1. Liga8
2022/232. Bundesliga2. Liga1Meister, Aufstieg
2021/222. Bundesliga2. Liga6
2020/212. Bundesliga2. Liga8
2019/202. Bundesliga2. Liga3
2018/192. Bundesliga2. Liga5
2017/182. Bundesliga2. Liga13
2016/172. Bundesliga2. Liga6
2015/162. Bundesliga2. Liga11
2014/152. Bundesliga2. Liga8
2013/143. Liga3. Liga1
2012/133. Liga3. Liga5
2011/123. Liga3. Liga4
2010/113. Liga3. Liga9
2009/103. Liga3. Liga6
2008/09Regionalliga Süd4. Liga1

Saisondaten zusammengetragen aus: de.wikipedia.org. Enthält Angaben aus Wikipedia, verfügbar unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

Der größte Verein Ostwürttembergs

Mit 13.000 Mitgliedern ist der 1. FC Heidenheim der größte Verein Ostwürttembergs. Heidenheim an der Brenz liegt zwischen Stuttgart und Augsburg.

Damit steht der FCH in der Reihe jener Vereine, deren Spielklasse nicht zur Ortsgröße passt — neben Elversberg, Homburg und Großaspach.

Heimspielstätte ist die Voith-Arena auf dem Schlossberg.

Häufige Fragen zum 1. FC Heidenheim

Wann wurde der 1. FC Heidenheim gegründet?

2007, durch Abspaltung der Fußballabteilung des Heidenheimer Sportbunds. Die Jahreszahl 1846 verweist auf den Ursprung des Turnvereins.

Wie schnell stieg Heidenheim auf?

Von der vierten Liga 2007 bis in die Bundesliga 2023 — in sechzehn Jahren über drei Aufstiege.

Wer ist Frank Schmidt?

Der Trainer seit 2007, geboren in Heidenheim. 2023 wurde er dienstältester Trainer in der Geschichte des deutschen Fußballs.

Hat der Verein einen Mäzen?

Nein. Der Aufstieg gelang ohne einen einzelnen Geldgeber.

Wann spielte Heidenheim international?

2024/25 in der UEFA Conference League, nach dem achten Platz in der ersten Bundesligasaison.

Wie viele Mitglieder hat der Verein?

13.000 — der größte Verein Ostwürttembergs.

Wie viele Zuschauer fasst die Voith-Arena?

15.000 Plätze.

Weitere Vereine der 2. Bundesliga

Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.

Zur Staffelseite 2. Bundesliga

Duelle des Vereins

Quellen: 1. FC Heidenheim bei Wikidata (CC0) (abgerufen 2026-09-11) · 1. FC Heidenheim, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Voith-Arena, fc-heidenheim.de (abgerufen 2026-09-11) · Frank Schmidt, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Vom Dorfverein nach Europa, fcbayern.com (abgerufen 2026-09-11)

Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.

Fehler gefunden? Korrektur an team@ligaarchiv.de melden

HN

Vereine und Staffeln

Hannes Nagel

Schreibt über die Vereine der Regional- und Oberligen und betreut die Staffelseiten. Fan von Borussia Dortmund, was ihn beim Blick auf die vierte Ebene nicht neutral macht. Seiten, die den eigenen Verein berühren, liest vor der Veröffentlichung jemand anderes gegen.

Vereinsbindung: Borussia Dortmund (Bundesliga) · berlinecho.de · Beiträge