Zwei Vereine, 1963 zusammengeführt
Der FSV 63 Luckenwalde entstand 1963 aus der Fusion der Fußballabteilungen von Motor und Fortschritt Luckenwalde unter dem Namen TSV Luckenwalde. Nach der Wende, am 10. Juli 1990, gründete sich der heutige Verein — und nahm die Jahreszahl 1963 als Hommage an den Vorgänger in den Namen auf.
Die Vorgeschichte reicht weiter zurück: Der Vorläufer wurde 1906 als BV 06 Luckenwalde gegründet. Im Sommer desselben Jahres kaufte der Verein ein knapp 3.000 Quadratmeter großes Grundstück; weil die Mitgliederzahl schnell stieg, wurde es wieder verkauft und eine rund 52.000 Quadratmeter große Fläche erworben — der heutige Stadionstandort.
Zweimal gegen Hertha im Pokalfinale
Bis 1945 spielte der BV 06 hauptsächlich in der Berliner Oberliga. 1924 und 1928 erreichte der Verein das Finale des Berliner Pokals — beide Male gegen Hertha BSC. Größter Ligaerfolg war der Aufstieg in die Gauliga Berlin-Brandenburg 1933, in der sich die Mannschaft eine Saison hielt.
1945 wurde der Verein aufgelöst und neu gegründet; es folgten die Umbenennungen, die im DDR-Fußball üblich waren — Konsum, Industrie, Fortschritt.
Ein Aufstieg durch Quotientenregelung
2000 stieg der FSV erstmals in die Verbandsliga Brandenburg auf, 2008/09 wurde er überraschend Meister der Brandenburgliga. 2015/16 folgte die erste Regionalligasaison.
Der zweite Aufstieg kam auf ungewöhnlichem Weg: Nach dem Abbruch der Oberligasaison 2019/20 wegen der Pandemie entschied eine Quotientenregelung — Luckenwalde lag mit 2,41 knapp vor dem Zweiten mit 2,39.
Im Ligaarchiv ist das die elfte Variante jener Reihe, in der nicht der Rasen allein entschied — und die zweite mit Pandemiebezug nach der SG Barockstadt, deren Aufstieg 2020/21 durch die Annullierung der Saison verhindert wurde. Dieselbe Ursache, entgegengesetzte Wirkung.
Ligahistorie
Erfasst sind die Spielzeiten der Regionalliga Nordost mit Abschlussplatzierung, Quelle und Abrufdatum. Die Oberliga- und Brandenburgligajahre werden nachgetragen.
| Saison | Liga | Stufe | Platz | Ereignis |
|---|---|---|---|---|
| 2026/27 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | — | laufend |
| 2025/26 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 10 | laufend |
| 2024/25 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 15 | |
| 2023/24 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 15 | |
| 2022/23 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 13 | |
| 2021/22 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 12 | |
| 2020/21 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 13 | |
| 2018/19 | Oberliga Nordost | 5. Liga | 2 | |
| 2017/18 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 18 | |
| 2016/17 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 16 | |
| 2015/16 | Regionalliga Nordost | 4. Liga | 16 | |
| 2014/15 | Oberliga Nordost | 5. Liga | 3 | |
| 2013/14 | Oberliga Nordost | 5. Liga | 8 | |
| 2012/13 | Oberliga Nordost | 5. Liga | 5 | |
| 2011/12 | Oberliga Nordost | 5. Liga | 11 | |
| 2010/11 | Oberliga Nordost | 5. Liga | 6 | |
| 2009/10 | Oberliga Nordost | 5. Liga | 4 |
Verein und Stadion
Der Verein hat je nach Stichjahr 300 bis 420 Mitglieder — damit gehört er zu den kleinsten im Bestand, vergleichbar mit Neugersdorf.
Heimspielstätte ist das Werner-Seelenbinder-Stadion.
Häufige Fragen zum FSV 63 Luckenwalde
Wann wurde der FSV 63 Luckenwalde gegründet?
Der heutige Verein am 10. Juli 1990. Die Jahreszahl 1963 verweist auf den Vorgänger TSV Luckenwalde; die Wurzeln reichen bis 1906 zurück.
Was war der größte Erfolg vor 1945?
Der Aufstieg in die Gauliga Berlin-Brandenburg 1933 sowie zwei Berliner Pokalfinals 1924 und 1928, beide gegen Hertha BSC.
Wie gelang der Aufstieg 2020?
Durch eine Quotientenregelung nach dem pandemiebedingten Abbruch der Oberligasaison — Luckenwalde lag mit 2,41 vor dem Zweiten mit 2,39.
Seit wann spielt der Verein in der Regionalliga?
Erstmals 2015/16, nach dem erneuten Aufstieg wieder ab 2020/21.
Wie viele Mitglieder hat der Verein?
Je nach Stichjahr 300 bis 420.
Wie viele Zuschauer fasst das Stadion?
Rund 3.000 bis 3.044 Plätze.
Weitere Vereine der Regionalliga Nordost
Alle Vereine dieser Staffel mit eigener Seite im Ligaarchiv, geordnet nach dem Traditionsindex.
- FC Carl Zeiss Jena
- FC Erzgebirge Aue
- BFC Dynamo
- FSV Zwickau
- Chemnitzer FC
- FC Rot-Weiß Erfurt
- 1. FC Magdeburg II
- SV Babelsberg 03
- Hallescher FC
- BFC Preussen
- Greifswalder FC
- Hertha BSC II
- FC Viktoria 1889 Berlin
- VSG Altglienicke
- 1. FC Lokomotive Leipzig
- RSV Eintracht Stahnsdorf
- SV Tasmania Berlin
- BSG Chemie Leipzig
- FC Oberlausitz Neugersdorf
- RB Leipzig II
- Torgelower FC Greif
Zur Staffelseite Regionalliga Nordost
Quellen: FSV 63 Luckenwalde, Wikipedia (abgerufen 2026-09-11) · Geschichte, fsv63-luckenwalde.de (abgerufen 2026-09-11) · FSV 63 Luckenwalde, English Wikipedia (abgerufen 2026-09-11)
Zuletzt geprüft: durch die Ligaarchiv-Redaktion.